Pädagogik-Treff zu Heimsuchung
Pädagogik-Treff zu Heimsuchung
mit Probenbesuch; Anmeldung erforderlich

Herzlich willkommen beim Jungen Theater

Liebes junges Publikum,

stellt euch vor, imagine, wie es wäre, wenn wir uns nichts vorstellen könnten. Keinen Weihnachtsmann, keine Einhörner, keine fl iegenden Spaghettimonster, nichts könnten wir uns vorstellen. Was wäre dann? Es wäre langweilig. Das natürlich auch, aber vor allem würde die Welt und alles um uns herum gar keinen Sinn ergeben. Denn wir brauchen unsere Vorstellungskraft, um aus den vielen verschiedenen Sinneseindrücken und Informationen unserer Umwelt ein Bild zusammen zu puzzeln. Wir brauchen unsere Fantasie, um die Welt zu begreifen. 
Und wenn wir schon dabei sind, uns unsere Welt vorzustellen, dann könnten wir uns doch noch ein bisschen mehr anstrengen und uns vorstellen, wie wir sie besser machen könnten: keine bewaffneten Konfl ikte, keinen Raubbau an der Natur, Himbeereis zum Frühstück ... Aber woher soll nur all diese Vorstellungskraft kommen? Als kleinen Hilfesteller gibt es dafür das Theater. Schließlich lässt es aus dem Nichts unvorstellbar schöne und furchtbare Welten entstehen, ist es der Stoff, aus dem die Träume sind, lädt zum Denken und – eben auch – zum Vorstellen ein.
Also stellt euch mal vor, just imagine, wie es wäre, wenn es wirklich Meerjungfrauen und sprechende Delfine gäbe. Was würden die wohl dazu sagen, was wir so in die Ozeane kippen und mit ihrem Zuhause veranstalten? Sie würden wahrscheinlich, so wie in MODERN MERMATES, sehr viel sehr laut dazu sagen und nebenbei mit Disneys langhaarigen Kitschvorstellungen aufräumen. Stellt euch vor, wie es wäre, wenn unsere Köpfe und Herzen so offen wären, dass wir uns von einem ungewöhnlichen Äußeren nicht abschrecken ließen wie bei DIE SCHÖNE UND DAS BIEST. Wenn wirklich nur die inneren Werte zählten und ein Ungetüm nur ein Freund wäre, den wir noch nicht kennengelernt haben. Stellt euch vor, wie es wäre, wenn verlorene Gegenstände lebendig würden wie in DIE FUNDSACHE, wenn es echte Magie gäbe wie bei KRABAT oder wenn sensibel-Sein das neue „cool-Sein“ wäre wie in TANZ DER TIEFSEEQUALLE – stellt euch das alles vor und kommt ins Theater!

Ihre
BIRGA IPSEN
Leiterin Junges Theater