REINEKE FUCHS

von Johann Wolfgang von Goethe
Meint Ihr, sagte der Bär, ich sei ein Vielfraß? mitnichten!
Maß ist überall gut, bei allen Dingen.
Und steckte den Kopf in die Spalte
Bis an die Ohren hinein und auch die vordersten Füße

„Jeden hört Ihr und jeder genießt die Wohltat des Rechtes“, sagt Reineke, der Fuchs zu Nobel, dem König. Doch in Wahrheit begeht Reineke eine Straftat nach der anderen und kommt immer wieder davon. Warum? Weil die anderen ihn davonkommen lassen. Aus Feigheit, wie Lampe, der Hase. Aus Eigennutz, wie Braun, der Bär. Aus Gier, wie Isegrim, der Wolf. Aus Dummheit, wie Henning, der Hahn. Aus Opportunismus, wie Bellyn, der Widder.

Goethe stellt der Gesellschaft in seiner Fabel REINEKE FUCHS kein gutes Zeugnis aus und übt auf unterhaltsame, ironische Weise Kritik: „Überall heißt es: gebt mir das Eure und lasst mir das Meine.“

„Laricchia spielt facettenreich und mit einem feinen Gespür für Witz und Ironie.“ (goodnews4 Baden-Baden)

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