Theater

ECHOS I

Ein Minifestival von Mattes Herre und Raphael Moussa Hillebrand

Wie können wir gemeinsam eine gerechte Welt erschaffen?

Dieser Frage ist unser zweitägiges Minifestival ECHOS I im März auf der Spur. Mit hochkarätigen Tanzperformances, berührenden Filmen und Diskussionen blicken wir in eine kolonial geprägte Vergangenheit und entwerfen utopische Perspektiven für eine gerechtere Welt. Am 18. und 19. März 2026 im Theater Baden-Baden! 
Festival ECHOS I. - kuratiert von Mattes Herre, Schauspieler am Theater Baden-Baden, und Raphael Moussa Hillebrand, Choreograf und Tänzer, ausgezeichnet mit dem Deutschen Tanzpreis.
 

TAG 1
MI 18.03.2026 · FILMVORFÜHRUNG
DAS LEERE GRAB - Berlinale & nominiert für den Grimme Preis
Film von Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay
eine Produktion von kurhaus production und Kijiweni Productions

DAS LEERE GRAB begleitet zwei Familien aus Tansania auf der Suche nach ihren Vorfahren. Die Suche führt sie nach Deutschland, wo bis heute Zehntausende menschliche Gebeine aus den ehemaligen deutschen Kolonien lagern. Diese wurden zu Beginn des 20. Jahrhundert teils zu Forschungszwecken teils als Trophäen geraubt und nach Deutschland gebracht. Der Film zeigt, welche Spuren und Traumata die einstige deutsche Kolonialherrschaft in den Familien und Communities hinterlassen hat und liefert damit einen wichtigen Beitrag zu der längst überfälligen Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen.

Anschließend an die Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion mit der Regisseurin Agnes Lisa Wegner, dem Künstler Raphael Moussa Hillebrand und dem Herero-Aktivisten Israel Kaunatjike statt.

Trailer "Das leere Grab"

Songea, Tansania. John Mbano ist fest entschlossen, die Gebeine seines Urgroßvaters Songea Mbano zu finden, der von der deutschen Kolonialarmee ermordet wurde. Seine Familie hat über Generationen hinweg an einem geplünderten Grab getrauert, denn Songea Mbanos Schädel wurde damals zu rassistischen Forschungszwecken nach Deutschland gebracht. Auf der Suche nach Gerechtigkeit und Heilung für die ganze Familie treten John und seine Frau treten eine Reise an, die ihr Leben verändern wird …

TAG 2
DO 19.03.2026
2050 – UNSERE UTOPIEN (Adaption für das Theater Baden-Baden)
Live-Tanzperformance und Kurzfilm 

Wie können wir gemeinsam eine gerechte Welt erschaffen? Und welche Utopien brauchen wir dafür? „2050 – Unsere Utopien“ ist ein Aufruf, über das Mögliche zu träumen und das Machbare neu zu denken – eine Tanztheater-Performance; die Zeit und Raum überbrückt und in eine Welt entführt, in der die drängenden sozialen und ökologischen Herausforderungen überwunden sind.

Unter der Leitung des Choreografen und Tänzers Raphael Moussa Hillebrand – ausgezeichnet mit dem Deutschen Tanzpreis 2020 – entsteht „2050 – Unsere Utopien“ als eine Choreografie, in der Tanz, Sprache und spirituelle Elemente ineinanderfließen. Sie wird live ergänzt durch die poetischen Klänge des Cellisten Eurico Ferreira Mathias. Die beiden Künstler verwandeln die Bühne in ein kreatives Universum, das neue Wege einer globalen Gemeinschaft aufzeigt – einer Gemeinschaft, die die Rechte aller über die Privilegien weniger stellt und neue Perspektiven auf unsere gegenwärtigen Herausforderungen und Möglichkeiten stellt. Ein künstlerisches Experiment und eine Einladung über die Gestaltung einer gerechteren Welt.

Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit den Künstlern statt.

Trailer "2050 - Unsere Utopien"

Für die Aufführung beim Festival ECHOS I. im Theater Baden-Baden hat Raphael Moussa Hillebrand die Tanztheater-Performance „2050 – Unsere Utopien“ adaptiert. Es entsteht eine eigene neue Utopie in kleinerer Besetzung: in einem intimen fokussierten Zusammenspiel von Raphaels Ausdruckstanz, den Klängen des Cellisten Eurico Ferreira Mathias und stimmungsvollen Live-Lichtprojektionen. Die Utopie-Performance schließt sich an den Kurzfilm UNTIL THE MOON IS BORN IN THE WEST von Lea Bethke an, der mit Bewegung und Klang von Flucht und Hoffnung erzählt.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Patronatsgesellschaft für Theater und Philharmonie.