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Kann denn Liebe Sünde sein?

Ein Abend für Bruno

Text und Regie: Michael Laricchia

Veranstaltung
Musiktheater

Bühne: Steven Koop
Kostüm: Anne Klein
Musikalische Leitung: Hans-Georg Wilhelm

„Mich kennt ja keiner“, sagte Bruno Balz. Das mag sein. Aber seine Liedtexte für die Ufa kennt jeder: Kann denn Liebe Sünde sein, Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n, Davon geht die Welt nicht unter... Gefühlt jeder zweite Ufa- Schlager hat einen Text von Bruno Balz. Macht ihn das zu „Hitlers Hitschreiber“, wie ihn die Alliierten nach dem Krieg zunächst sehen? Oder kann man die Texte auch anders verstehen? Wovon geht die Welt nicht unter? Von den Bomben der Alliierten oder von den Bösartigkeiten der Nazis?

Im Entnazifizierungsprozess enthüllt sich die Geschichte eines wegen seiner Homosexualität von den Nazis verfolgten Mannes: Zarah Leander singt seine Texte und Bruno Balz findet in dem Superstar der Ufa ein Sprachrohr für Gefühle, die er nicht mehr äußern darf und eine Freundin fürs Leben. Lebenslange Freund-schaft verbindet ihn auch mit dem Komponisten Michael Jary, der Balz mit einem Trick aus der Gestapo-Haft befreit.

Doch auch in der jungen BRD geht die Verfolgung Homosexueller weiter. Während er die Gesellschaft der Nachkriegszeit mit Hits wie Das machen nur die Beine von Dolores unterhält, wird Bruno Balz erneut angeklagt. „Zehn Jahre nach meinem Tod“, sagte er, „werden auch meine Lieder vergessen sein.“ – Dem möchten wir entschieden widersprechen. Machen Sie sich mit uns auf die Suche nach dem Mann hinter den Liedern!

Plakat

The Poodle and the Dragon join forces to find your next theatrical adventure.

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