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Chernobyl Roulette

Ein Reqiuem

In Kooperation mit dem Nationalen Tschornobyl-Museum Kyjiw

Veranstaltung
Musiktheater

Regie: Julia Lwowski
Musikalische Leitung: Roman Lemberg
Bühne und Kostüm: Christina Schmitt
Dramaturgie: Maria Buzhor

Am 24. Februar 2022, dem ersten Tag der russischen Vollinvasion, rollen Panzer durch die kontaminierte Sperrzone von Tschernobyl und wühlen die Erde auf. 300 Mitarbeitende des Atomkraftwerks werden 35 Tage in Geiselhaft gehalten. Die verstrahlte Erde erinnert sich.

Chernobyl Roulette ist ein Requiem für Orgel, Schlagwerk und ein Bläserduo nach dem gleichnamigen Buch des Historikers Serhii Plokhy. Die personifizierte, im Kern gespaltene Radioaktivität führt im Doppelkostüm durch die sieben Teile des Abends wie durch Kammern einer Revolvertrommel im Russisch Roulette. Als mystisches Ritual, mystischem Ritual, Lecture Performance und Mahnwache spannt Chernobyl Roulette einen Bogen von 1986 über 2022 zu heute und lässt Liquidatoren und Orks, riesige Welse und Wissenschaftler*innen auftreten.

Das Team wird zu Wächter*innen des Sarkophags – sie wollen wissen, aber sie haben vergessen. Wildschweine im Schwarzwald weisen noch immer das Vierfache zugelassener Strahlung auf. Die Halbwertszeit von Plutonium-239 beträgt 24.360 Jahre. Und wir sitzen im plüsch-goldenen Neorokoko-Saal in Baden-Baden, keine 50 Kilometer von Frankreichs Atomkraftwerken entfernt, um einem Ereignis kosmischen Ausmaßes beizukommen. Tschernobyl wird an diesem Abend zum Zeichen, der Tür ins Fegefeuer, und das Requiem zur Bitte, unsere Leiden zu halbieren.

Plakat

The Poodle and the Dragon join forces to find your next theatrical adventure.

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