FAUST I (DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL)

von Johann Wolfgang von Goethe
Alles, was in dieser Tragödie des modernen Bewusstseins geschieht – Ausnahmen bestätigen die Regel –, steht im Dienste der zwanghaften Versuche Fausts, seine Todesangst vor dem Verweilen, die ‚Zeit der Angst‘, durch die Negation des Seienden zu verdrängen.

Ein Lichtpunkt im dunklen Raum, sein Körper in eine enge Kiste gepfercht, sein Geist will hoch hinaus: der Faust von Sebastian Mirow, der nach Worten ringt und die Gedanken zergliedert, bis es ihn aus der Kiste heraustreibt, nur um erneut von einer weiteren Kiste begrenzt zu sein. Wenig später, nachdem er in der Osternacht sich fast umbringt, wirft ein Hund seinen Schatten an die Wand, umheult ihn, lässt ihn nicht mehr los: Mephisto, gespielt von Mattes Herre. Wie Zwillinge gehen sie fortan durch die Welt, einander so verhasst wie unentbehrlich. Faust gelobt, in keinem Augenblick stehen bleiben zu wollen, und sei er noch so schön; solange solle Mephisto ihm zu Dienste sein, andernfalls wolle er sich geschlagen geben. Faust durcheilt die Liebesgeschichte mit Margarete – doch was für sie und ihre Familie Schicksal wird, bleibt für ihn, der in die große Welt strebt, nur Station.

 

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„Harald Fuhrmanns bildreiche, sinnliche Inszenierung entfaltete einen derartigen Sog, dass ein regelrechter „Ruf“ auf die Karten entstand“, so Intendantin Nicola May (…).“ (Ortszeit)

„So lässt Harald Fuhrmanns Inszenierung, die anlässlich des Faust-Festivals im Künstlerhaus am Lenbachplatz gastierte, die Ohren spitzen und schickt die Fantasie auf die Reise.“ (Süddeutsche)

Termine & Tickets

Do 13.02.20 18:00 – 20:50 TheaterWiederaufnahme Tickets
Fr 14.02.20 18:00 – 20:50 TheaterVorstellung Tickets