Aus wohlhabenden Verhältnissen kommend wird Karla durch eine Intrige der Schwester aus der eigenen Familie verbannt. Frustriert flieht sie von Zuhause, wird Anführerin einer Bande von Räuberinnen und Räubern und beschließt persönliche Privilegien als Waffe im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung einzusetzen. Als die Bande mit jugendlichem Übermut die Räuberschwester Roller zu befreien versucht, eskaliert die Situation, die ganze Stadt wird niedergebrannt und zahlreiche Unschuldige fallen der Tat zum Opfer. Die Räuberinnen und Räuber beginnen ihr Handeln zu hinterfragen: Heiligt das Ziel alle Mittel? Muss es im Kampf für die revolutionäre Sache auch Opfer geben? Für welche Ideale lohnt es sich mit dem Leben zu bezahlen?
Felix Krakau nimmt in seiner Stückfassung nicht den Konflikt der Geschwister Moor, sondern die Erlebnisse der Räuberbande in den Fokus, wodurch sie sich perfekt für eine Produktion mit dem 17- köpfigen Ensemble des Jugendclubs U22 eignet. Aufgrund der Zusammensetzung der Gruppe setzt sich auch die Räuberbande aus Räuberinnen und Räubern zusammen. Abweichend von dem Stück von Felix Krakau werden in dieser Inszenierung beispielsweise aus den Brüdern Karl und Franz Moor die Schwestern Karla und Franziska.
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunden, 10 Minuten, keine Pause