Steven Koop absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Möbelschreiner und studierte dann Architektur. Bereits in seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit dem Bau eines Theaters.
Während einer mehrjährigen Assistenz am Staatstheater Karlsruhe konnte er dort zahlreiche Bühnenbildentwürfe realisieren. Unter anderem die GOLDBERG VARIATIONEN in der Regie von Herman Beil und die deutschsprachige Erstaufführung von ZWEIFEL in der Regie von Boris von Poser. Für die Festivals der Reihe SCHLAGLICHTER, Uraufführungsfestivals internationaler Gegenwartsdramatik, entwarf er insgesamt 12 Bühnenbilder. Die Uraufführung ALLES (Todos) in der Regie des argentinischen Dramatikers und Regisseurs Rafael Spregelburd erlangte überregionale Aufmerksamkeit. Die mit der Produktion ALLES begonnene Untersuchung der Möglichkeiten eines virtuellen Raums auf der Theaterbühne führte zu der Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Regisseur Kobie van Rensburg. Für die Opernhäuser Chemnitz, Krefeld/Mönchengladbach und Oviedo entstanden Arbeiten mit Livekamera und Bluescreentechnik für die Opern LA CENERENTOLA, BARBIER VON SEVILLA, DIE ZAUBERFLÖTE und RINALDO von Georg Friedrich Händel.
Zum Thema Video und Raum organisierte er an der Hochschule Karlsruhe HsKa die Vortragsreihe BACKSTAGE Theater/Bühne/Film. Gastredner waren u. a. die Medienkünstler Adrien M. & Claire B. aus Lyon und die in der Oper bekannten Videokünstler fettFILM aus Leipzig.
In der Sparte MUSICAL entstanden über zwanzig Arbeiten. Musicalklassiker wie CABARET, MY FAIR LADY, ROCKY HORROR, CHICAGO, SUNSET BOULEVARD, SWEENEY TODD und weniger bekannte Werke wie NEXT TO NORMAL, RENT und LUCKY STIFF.
In der Sparte TANZ konnte er am Staatstheater Karlsruhe den Tänzer und Choreografen Terence Kohler bei der Umsetzung seiner ersten Arbeiten assistieren und unterstützen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Tanzstiftung Birgit Keil entstand das Auftragswerk TRANSCENDED. Mit ANNA KARENINA schuf Koop sein erstes abendfüllendes Handlungsballett; es folgte DIE TEMPELTÄNZERIN in der Ausstattung von Jordi Roig.
Steven Koop ist Mitglied im Deutschen Werkbund und hatte von 2012 bis 2023 einen Lehrauftrag für Bühnenbild/Szenografie sowie Bauen im Bestand mit Schwerpunkt auf Kulturbauten an der Architekturfakultät der Hochschule Karlsruhe HsKa.
Für das Theater Baden-Baden entwarf er die Ausstattungen/Bühnenbilder für die Produktionen SHERLOCK HOLMES: DER FALL MORIARTY, ADDAMS FAMILY, HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN, DER GESTIEFELTE KATER, CABARET, NEXT TO NORMAL, DAS KALTE HERZ, 39 STUFEN, DAS PHANTOM DES LOUVRE, LUCKY STIFF, SUGAR, ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN.
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